Tauschkreis Lets Wien

Tauschkreis
LETS Wien
Local Exchange Trading System
Wien - Österreich

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Tauschkreis Lets Wien

Informationen über LETS


Freudvolles Tauschen im Tauschkreis LETS Wien
tauschen im Tauschkreis LETS Wien
photo by Philipp Horak


LETS - Was ist das?!

LETS steht für Local Exchange Trading System und ist ein gemeinnütziger Verein zur Errichtung eines bargeldlosen Tausch- und Verrechnungssystems, das Mitgliedern den Tausch von Leistungen und Waren ohne Verwendung von Bargeld ermöglicht.

Die Ziele von LETS Wien sind

  • die Hilfe zur Selbsthilfe, weil es Menschen die Möglichkeit gibt, ihre wirtschaftliche, soziale oder seelische Situation zu verbessern, indem sie neue Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln und ausprobieren können und neue Erfahrungen sammeln und kommunizieren können, was Erfolgserlebnisse vermittelt, die wichtig für uns alle sind.
  • die Hilfe in schwierigen Situationen, indem Menschen geholfen wird, die nicht in der Lage sind Leistungen oder Waren anzubieten, ohne das diese das Gefühl haben "Almosen" zu empfangen.
  • die Erhöhung der Lebensqualität, weil Menschen ihre sozialen Kontakte erweitern können und zusätzlich neue Leistungen, die ihre finanziellen Möglichkeiten überschreiten, in Anspruch nehmen können.
  • Leistungen gleichberechtigt zu tauschen, da alle Leistungen gleich, nämlich nach der benötigten Arbeitszeit bewertet werden.
  • Ökologisches Wirtschaften, da durch LETS lokale Tauschkreisläufe in Gang gesetzt werden und dadurch auch der sparsame Umgang mit Ressourcen gewährleistet ist - Nachhaltigkeit also.
  • eine demokratische Entscheidungsfindung, da jedes Mitglied gleichwertig stimmberechtigt ist
  • Transparenz, da jedes Mitglied Einsicht in die Kontostände jedes anderen Mitgliedes hat.
  • ein Experimentieren mit neuen Wirtschaftsformen und ein Hinterfragen des Motors des Wirtschaftswachstums, die Neubewertung von Arbeit und die Suche nach anderen Möglichkeiten wirtschaftlicher Zusammenarbeit.
  • eine Neubelebung der Idee der Nachbarschaftshilfe in einer zunehmend anonymisierten Gesellschaft.


Wie Mitglied werden?

Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen Personen und Organisationen, nachdem ihre Beitrittserklärung persönlich abgegeben wurde, die Beitrittsgebühr (4.- Euro) und der Mitgliedsbeitrag (Für das laufende Jahr wird der Euro-Mitgliedsbeitrag aliquot mit 1 Euro pro angefangenem Monat ab Vereinsbeitrittserklärung verrechnet, ) bei LETS Wien eingetroffen sind (Die Teilnahmebedingungen und die Beitrittserklärung sind auf der Kontakt-Seite herunterladbar.) Der Stunden-Mitgliedsbeitrag wird im erstem Jahr aliquot mit 0,6 Stunde pro Quartal 3 Monate nach Eintritt abgezogen. Für die folgendenl Jahre sind dann jeweils 36,- Euro oder 3,60 Stunden (wahlweise in Euro oder Stunden) zu bezahlen. Wer kann bitte ein paar mehr! (Stand 2014) Davon werden Kopierkosten, Porti, Internet und andere Ausgaben des Projekts beglichen.
Bankverbindung siehe Kontakt-Seite.


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Mitglied werden


LETS-Spielregeln
Marktzeitung
LETS-Statuten
LETS Wien Beitrittserklärung (stand April 2014)

Sie wollen Mitglied von LETS Wien werden? Unter anderem finden sie hier die Teilnahmebedingungen, (Spielregeln) eine Beitrittserklärung und ein Beispiel in Form einer anonymisierten Marktzeitung :
LETS Wien Spielregeln - Stand Feb.2014
LETS Wien Marktzeitung (anonym) April 2014
LETS Wien Statuten gültig seit 2011 bis jetzt (2014)

Guthaben und Lastschriften werden zentral verbucht, wobei jedem Mitglied ein Überziehungsrahmen von 20 Stunden offensteht, der mit Absprache später erweitert werden kann. Positive und negative Saldenstände gleichen sich innerhalb des Tauschkreises aus und bedeuten nur, daß jemand entweder mehr geleistet oder mehr in Anspruch genommen hat. Jedes Mitglied hat unbegrenzt Zeit seinen Kontostand auszugleichen, da keine Zinsen für negative Kontostände anfallen.

Als Verrechnungseinheit für Leistungen hatten wir WAFFEL (Wir arbeiten füreinander für einheitlichen Lohn) und war mit 100 WAFFEL pro Stunde festgelegt. Jetzt wird zur einfacheren Verrechnung mit anderen Tauschkreisen und über das Online Verbuchungs-System CYCLOS nur mehr in STUNDEN und Industrie-Minuten (1 Std = 100 Industrie-Minuten ) verrechnet.

Periodisch wird an alle LETS Wien-Mitglieder eine LETS Wien-Zeitung mit Suche-Biete-Anzeigen, Terminen, Berichten, Regeländerungen, Anzahl der Mitgliederkonten sowie den aktuellen Kontoständen versendet. Die Markt-Mailingliste hat das Tauschen sehr stark angekurbelt - sie wird vorwiegend von Mitgliedern der Tauschkreise im Raum Wien genutzt und ist für spontanes Bieten, Suchen und Verschenken gedacht. (Ein Beispiel einer Markt-Zeitung und die Subskriptions-Möglichkeit in die Mailinglist - für Mitglieder von Tauschkreisen,sowie unsere Bankverbindung finden sich auf der Kontakt-Seite.)

1 - 2 Mal im Jahr findet ein LETS Wien-Fest statt, wo Mitglieder die Möglichkeit haben Kontakte zu knüpfen, Meinungen und Ideen zu tauschen, einfach der Musik zu lauschen, leckeres Essen zu genießen, ... Natürlich sind auch InteressentInnen gerne willkommen! Darüberhinaus bieten einzelne Mitglieder Workshops zu verschiedensten Themen an (siehe Termine-Seite, Fotos vergangener Feste und Workshops sind über die Rückblick-Seite zugänglich).

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Seit wann gibt es LETS?

Nachbarschaftshilfe und bargeldlose Dienstleistungen auf Tauschbasis sind seit alters her vor allem im ländlichen Raum gang und gäbe. Neu an den Tauschkreisen ist, dass diese Tätigkeiten notiert werden, wodurch auch die Teilnahme und gegenseitige Hilfeleistung von Menschen, die einander (noch) nicht so gut kennen, möglich wird.

Historische Vorläufer der Tauschkreisidee gehen zurück bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts. Berühmt wurde in diesem Zusammenhang das Freigeldexperiment in Wörgl der Zwischenkriegszeit, wo der damalige Bürgermeister in Zeiten gewaltiger Inflation einen eigenen Dienstleistungskreislauf auf Basis einer rein lokalen Währung ins Leben rief. Nach einer erfolgreichen Einführungsphase musste das Experiment abgebrochen werden, da die Nationalbank keine Parallelwährung akzeptieren wollte.

Im Zuge steigender Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsschwäche auf Grund des Liberalismus, Anfang der 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts ("Thatcherism"), verwirklichte der selbst von Arbeitslosigkeit betroffene Brite Michael Linton, in Anlehnung an bestehende Bartersysteme, die Idee lokaler Tauschkreise. Das "erste LETS-System der Welt" wurde demnach von ihm 1983 in Vancouver Island/Kanada errichtet und breitete sich in der Folge in vielen Ländern aus. So entstanden unter anderem LETS-Tauschkreise in England, Amerika, Australien, Deutschland und auch in Österreich.

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Seit wann besteht das LETS-System in Österreich

Anfang 1995 wurde der Tauschkreis LETS-WORK-SHOP (heute LETS Wien) u.a. von der grünen Gemeinderätin Alessandra Kunz in Wien initiiert.

Zeitgleich, aber unabhängig davon startete eine Initiative der Katholischen Jugend ein Talent-Experiment mit ähnlichen Grundsätzen wie LETS Wien. Etwa ein halbes Jahr davor wurde in Innsbruck bereits ein Talent-Experiment ins Leben gerufen.

Durch das LETSystem wurde versucht, Menschen aus sozialer Isolierung aus der Anonymität der Großstadt Wien zu holen, ihnen eine Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen, und damit ihre Lebensqualität zu verbessern. Gleichzeitig wurde ein Experimentierfeld für ökologisches und nachhaltiges Handeln geschaffen.

Am 19.04.2011 ist aus der Iniziative Lets WIEN der Verein LETS WIEN Tauschkreis, Verein für Kooperation, Selbsthilfe, Nachbarschaftshilfe und lokale Entwicklung entstanden.

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Was heißt LETS?

LETS heißt Local Exchange Trading System und ist ein lokales Tauschsystem. Waren- und/oder Dienstleitungen werden auf Basis der dafür aufgewandten Zeit getauscht. Dadurch ist das LETSystem leicht und überall einsetzbar und es können sofort lokale Tauschkreisläufe in Gang gebracht werden.


Wieviele TeilnehmerInnen hat LETS Wien?

Der Verein LETS Wien hat ca. 110 aktive Mitgliedschaften.


Wer kann bei LETS Wien teilnehmen?

Grundsätzlich jede und jeder, die oder der ihre oder seine Fähigkeiten und Begabungen einbringen möchte und diese mit anderen Menschen tauschen will. Wer teilnehmen möchte, muss sich bloß mit den Spielregeln und Statuten einverstanden erklären (und sich an diese halten - beides ist auf der Kontakt-Seite herunterladbar).

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Mit wem kann ich Tauschen?

Mit allen Mitgliedern von LETS Wien und dem Tauschkreis-Verbund, dem wir auch angehören und mit dem wir auch einen gemeinsamen Marktplatz in CYCLOS haben. Darüber hinaus mit den Mitgliedern von ca. 25 Tauschkreisen in ganz Österreich und Deutschland (siehe Link-Seite), wir nehmen auch gern Tausch-Kontakt zu Tauschkreisen in anderen Ländern auf, sofern diese nicht den Grundsätzen von LETS Wien widersprechen.


Was sind die Zeitwertgutscheine?

Bei positiven Kontostand können Zeitwert-Gutscheine gegen Abbuchung des Gegenwerts vom Stundenkonto, im Wert von 0,1 bis 5 Stunden, beim Kernteam bezogen werden, welche als Zahlungsmöglichkeit in bar dienen.
Die Zeitwert-Gutscheine sind vor allem zum
einfachen Tauschen, ohne Internetzugang gedacht und müssen im Tauschkreis-Verbund auch als Zahlung akzeptiert werden. Falls andere österreichische Tauschkreise die Gutscheine
anerkennen, darf auch dort damit getauscht werden. 
Zeitwert-Gutscheine können jederzeit im LETS-Büro auf das Cyclos-Konto zurückgebucht werden, oder gegen neue Scheine umgetauscht werden. Ruhende Mitglieder sollten ihre Zeitwert-Gutscheine zurückgeben.

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Können die Stundenbuchungen auch über E-Mail gemacht werden?

Nein dafür haben wir jetzt das Cyclos Onlinebuchungs System !


Können die Stundenbuchungen auch gleich Online gemacht werden?

LETS Wien Mitglieder können mittels des ihnen zugewiesenen CYCLOS - Onlinekontos direkt an ein anderes LETS Mitglied, oder einen anderen Tauschkreis Stunden überweisen und auch Stunden-Rechnungen stellen. Kontostand und Kontoauszug der Stunden sind im CYCLOS jederzeit abrufbar und auch zum Ausdrucken vorbereitet. (CYCLOS ist sozusagen ein Online-Bankingsystem auf Stundenbasis)

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Warum wird Arbeit nach der erbrachten Zeit und nicht nach der Leistung bewertet?

LETS versucht die derzeitigen Bewertungsmaßstäbe von Arbeit kritisch zu hinterfragen und Denkanstöße über die Gründe von unterschiedlicher Bezahlung bei unterschiedlichen Tätigkeiten zu geben. Deshalb wurde auch der Name für die ursprüngliche Verrechnungseinheit "WAFFEL" gewählt: Er steht als Abkürzung für "Wir Arbeiten Füreinander Für Einheitlichen Lohn".


Welche Gründe gibt es LETS Wien beizutreten?

Über LETS Wien können Menschen Talente und Fertigkeiten anderen Menschen zur Verfügung stellen, die sie nicht am Arbeitsmarkt verkaufen können oder verkaufen wollen.

Für viele TeilnehmerInnen bedeutet der Tauschkreis auch eine persönliche Bereicherung, weil viele Freundschaften entstehen, die über den reinen Tausch hinausgehen. Da der LETS Wien-Tauschkreis überschaubar ist und sich viele TeilnehmerInnen persönlich kennen, gibt es auch eine soziale Kontrolle bei unethischen und unfairen Verhalten. Die meisten TeilnehmerInnen verlangen dadurch nicht mehr als 1 Stunde pro Arbeitsstunde, weil sie auch davon ausgehen können, selbst wieder etwas zu diesem "Preis" empfangen zu können.

LETS Wien-Konten werden nicht mit Spesen belastet. Da die Verrechnungseinheit "STUNDE" auch nicht verzinst wird, gibt es keinen Grund größere Stundenmengen zu horten. Gleichzeitig fallen auch keine Zinsen bei der Überziehung des Stundenkontos an. Eine Überziehung geschieht im Vertrauen auf einen zukünftigen Ausgleich des Minus. Im Tauschkreis bedingt jedes Plus auch ein Minus und umgekehrt! STUNDEN sind nicht so begrenzt verfügbar wie Geld und nicht an die Ausgabe durch die Notenbank gebunden sondern entstehen zum gleichen Zeitpunkt an dem eine Leistung erbracht wird, damit gibt es auch keine Inflation.

Durch die Offenlegung der Konten kann sich jeder über den aktuellen Kontenstand der anderen TeilnehmerInnen informieren. Er kann verstärkt für jene TeilnehmerInnen Leistungen erbringen die einen zu großen Guthabensstand haben und damit einen Ausgleich innerhalb des Systems bewirken.

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Warum gibt es bei LETS Wien Unter- und Obergrenzen bei der Kontenüberziehung?

Ein Kontenminusstand einer TeilnehmerIn zeigt, daß er mehr Leistungen in Anspruch genommen als erbracht hat und bedeutet für ihn die Bereitschaft wieder Leistungen für andere zu erbringen. Wenn der Überziehungsrahmen begrenzt ist, ist der Anreiz, selbst wieder Leistungen zu erbringen, höher und bedeutet auch, daß die Währungseinheit ihren Wert behält. Damit erhöht sich für jeden einzelnen die Chance, Leistungen von anderen TeilnehmerInnen zu bekommen, wenn dieser sie braucht.

Eine Untergrenze hat automatisch eine Obergrenze zur Folge, weil der Minusstand der einen TeilnehmerInnen zugleich einen Überschuss in gleicher Höhe bei einer anderen TeilnehmerIn bewirkt. Auch zu hohe "Überschüsse" bei einem einzelnen "Konto" hemmen den Kreislauf.

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Wie schaut die steuerliche Behandlung von LETS-Einkünften aus?

Grundsätzlich sind die Tätigkeiten, die einzelne TeilnehmerInnen füreinander erbringen, private Hilfestellungen im Nachbarschafts- oder Freundeskreis; bloß, weil jemand mal einer Freundin beim WC-Verfliesen hilft oder einem Bekannten einen Kuchen backt, fällt diese Tätigkeit nicht unter die Steuergesetzgebung.

Sollte allerdings jemand quasi sein Einkommen zu einem erheblichen Teil mit Tätigkeiten im Rahmen vom Tauschkreis abdecken, so wäre dieser Mensch einkommens- und umsatzsteuerpflichtig. Allerdings ist bis jetzt kein solcher Fall bekannt.

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WIR ARBEITEN FÜREINANDER FÜR EINHEITLICHEN LOHN
Davon leitet sich auch unser Domain-Name www.waffeltausch.at und unsere ursprüngliche Verrechnungseinheit WAFFEL ab.
Wir verrechnen jetzt aus organisatorischen Notwendigkeiten wie viele andere Tauschkreise in Stunden (100 Waffel = 1Std)